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Fotos vom Hochwasser im August 2002:

Das Hochwasser im Waldviertel hat auch vor Allentsteig und seiner Umgebung nicht Halt gemacht. Am 07. August 2002 wurde um 15 Uhr Alarm bei der Bezirksstelle ausgelöst. Über 50 Sanitäterinnen und Sanitäter und auch die Sondereinsatzmannschaft (SEM, vormals K-Zug) standen binnen kurzer Zeit zur Verfügung.
Die benachbarte RK-Bezirksstelle Horn wurde in Fuglau durch die SEM-Allentsteig unterstützt.
Über 30 Rotkreuz-Helfer haben der Feuerwehr direkt vor Ort bei Massnahmen an den Bächen, die sich zu Flüssen entwickelten, geholfen.
Sanitäter führten die Verpflegung der eingesetzten Soldaten, den Feuerwehren in Allentsteig und Thaua und natürlich auch der eigenen Helfer durch. In den Abendstunden wurde noch zusätzlich die Feuerwehr in Schwarzenau bei der Verpflegung mit warmen Getränken und Speisen unterstützt.
Die ganze Nacht über wurde die Versorgung der freiwilligen Helfer aufrecht erhalten.
Da Teile des Rettungsbereiches der Nachbardienststelle in Zwettl nur mehr über sehr weite Umwege zu erreichen waren, wurde der Rettungsbereich von Allensteig ausgeweitet und eine zusätzliche Einsatzmannschaft für Rettungseinsätze bereitgestellt.
Erst in den Morgenstunden des 08. August entspannte sich die Hochwasserlage in der Umgebung Allentsteigs.
Jedoch war die Lage in den Nachbarbezirksstellen Horn und Krems noch immer angespannt und daher standen unsere Sanitäterinnen und Sanitäter für weitere Hilfseinsätze in Bereitschaft.
Am Freitag den 09. August um 15.30 Uhr gab es dann vorerst Entwarnung für unsere Bezirksstelle. Die "1. Welle" war überstanden doch sollte der Einsatz noch immer nicht zu Ende sein. Es folgte noch die "2. Welle" und danach "Welle Nummer 3".

Am 10. August 2002 um 08.30 Uhr kam ein Notruf aus Wegscheid am Kamp, die Verpflegung und auch die Trinkwasservorräte sind ausgegangen. Sofort wurde die SEM und das KIT (Kriseninterventionsteam) zur psychischen Betreuung in Marsch gesetzt. Zirka 20 Sanitäterinnen und Sanitäter waren bis 14. August mittags rund um die Uhr im Einsatz um die Hilfskräfte und die Einwohner in Wegscheid mit Essen und Getränken zu versorgen.
Das KIT, unter der Leitung von Frau Dr. Ingried Erlacher (Psychologin), versuchte den verzweifelten Menschen wieder Mut zuzusprechen und einen Ausweg aus dieser aussichtslosen Situation zu finden.

Auch wurde bei der "2. und 3. Welle" wieder die freiwilligen Feuerwehren im Raum Allentsteig unterstützt und mit Getränken und Essen versorgt.

Zu Spitzenzeiten waren über 50 Sanitäterinnen und Sanitäter, mindestens waren jedoch immer 20-30 RK-Helfer im Einsatz.

1. Hochwasserwelle vom Mittwoch 07. - Donnerstag 08. August 2002
2. Hochwasserwelle vom Samstag 10. - Sonntag 11. August 2002
(für die Allensteiger Umgebung am Ärgsten)
3. Hochwasserwelle vom Montag 12. - Dienstag 13. August 2002

Auf diesem Wege möchten wir uns ganz besonders bei der guten Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und natürlich auch bei unseren "Versorgern", bei denen wir Tag und Nacht anrufen konnten um benötigte Waren zu besorgen, bedanken!

Ganz besonders hervorheben möchten wir
das BUNDESHEER (Decken, Tragen, Tee, Geschirr, Transporter, usw.)
die Fleischerei KLANG (Wurstsemmeln, Bratwürstel, Fleischknödel, usw.),
die Fleischerei GRUBER (Bratwürstel, Kotelett, usw.),
die Firma BILLA (Getränke, Semmeln, Brot, Süßigkeiten, usw.),
die Bäckerei STEINER (Massen an Semmeln und Brot),
das Raiffeisen Lagerhaus Allentsteig (Getränke, Einmalgeschirr, usw.)
die Gärtnerei HACKL (Obst, Gemüse und Transporter)

Ebenfalls bedanken möchten wir uns bei der Bevölkerung die uns überall unterstützte wo es nur ging, den Backofen anheizten damit wir die Helfer in den Krisengebieten mit Mehlspeisen versorgen konnten und für die Kleidung für die Opfer dieser Katastrophe!

Ein herzliches DANKE an ALLE Unterstützer und Helfer!!!

Von Mittwoch den 07. August bis Mittwoch den 14. August 2002 leisteten die Sanitäterinnen und Sanitäter der Bezirksstelle Allentsteig 2.314 Einsatzstunden in den Katastrophengebieten.
Durch die doppelte Besetzung der Leitstelle wurden 105 Stunden zusätzlich zur Normaldienstzeit geleistet.
Auch die Einsatzmannschaft wurde in dieser Zeit erhöht und somit wurden auch hier zusätzlich 288 Stunden geleistet.
Nicht berücksichtigt sind die Stunden, in welchen unsere Einsatzkräfte "nur" in Bereitschaft standen!

Hier einige Fotos vom Hochwasser.


der Zwinzenbach wurde zum reißenden Fluss
Welle Nummer 1


der Sportplatz in Allentsteig kniehoch unter Wasser
der Zufluchtsort für die Fische des Stadtsees


der "Stierfleck" in Thaua mit Treibgut
nach der 1. Welle


hier nochmal das "abgelegte" Treibgut in Thaua
nach der 1. Welle


Blick von der Bahnbrücke
Richtung ehem. Sägewerk Eberl in Thaua

Überlauf beim Allentsteiger Stadtsee, es kommt mehr Wasser als durch die beiden Durchlässe passt

hier die beiden Durchlässe des Stadtsee
(3. Welle)

knapp passt das Wasser bei der 3. Welle unter der Brücke bei Fam. Widhalm in Thaua durch

ein einziger See - der Blick von Fam. Widhalm
in Richtung Brücke bei der FF Thaua (3. Welle)

der "Stierfleck" und der "Hauptplatz"
von Thaua unter Wasser (3. Welle)

Privatautos wurden zu "Einsatzfahrzeugen" rekrutiert

das "Einsatzfahrzeug" der Gärtnerei Hackl
mit Decken und Tragen beladen

die Parkmöglichkeiten beim RK-Haus waren erschöpft

überall Autos unserer freiwilligen Mitarbeiter

immer Hochbetrieb in der Leitstelle
Besetzung: 2 geschulte Journaldienste und der OvT

jede freie Minute wird zum Kräftetanken genutzt

der Mannschaftsraum - Erholung so weit es geht

die große Suche nach passenden Kleidungsstücken
für die Hochwasseropfer

die Straße von Wegscheid Richtung Thurnberg

die Straße nach der Flut

die Scheune wurde Opfer der Flut - einfach weggerissen

die Zubereitung der Speisen direkt vor Ort

unsere Helfer bei der Verpflegung der Ortsbewohner von Wegscheid und der zahlreichen Hilfskräfte